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Holzprodukte für den Garten

Sonntag, 14. Juni 2009

gartenbild_1Der Werkstoff Holz steht für Rustikalität, für eine warme und gemütliche Ausstrahlung ebenso wie Naturverbundenheit. In Deutschland wird inzwischen bis auf Lauben, Zäune oder Bänke immer weniger mit Holz gebaut und doch ist es ein beliebter Werkstoff geblieben, beispielsweise für Gartenmöbel. Besonders im Sommer, wenn die Gartensaison anbricht, stellt sich für viele Gartenbesitzer die Frage ob sie Plastik- oder Holzmöbel verwenden sollen. Bei den Holzsorten, die für Möbel im Außenbereich verwendet werden, sind verschiedene Nadelhölzer wie Lärche und Kiefer besonders beliebt. Auch die robuste Sibirische Lärche wird gerne für diesen Zweck genommen. Von besonders guter Qualität ist auch das sehr feste und schwere Bangkirai Holz, das auch Yellow Balau genannt wird. Es ist extrem robust und deshalb für Gartenmöbel und Ähnliches sehr gut geeignet. Das Bangkirai Holz stammt ursprünglich aus Südostasien. Doch es gibt unzählige verschiedene Baum- und damit auch Holzsorten, die sich in ihren Eigenschaften teilweise stark voneinander unterscheiden. Um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welches Holz für das eigene Bauvorhaben oder die geplante Möbelanschaffung das geeignete ist, sollte unbedingt vorher ein Fachmann konsultiert oder zumindest gründlich recherchiert werden.

Bei Gartenmöbeln kommen verschiedene Holzarten in Frage: Teak, Eiche, Akazie, Kiefer, Lärche – eigentlich jede Holzsorte, die vorwiegend robust und wetterfest ist. Mit spezieller Pflege, wie regelmäßiger Lasur oder einer vorbeugenden Imprägnierung lässt sich die Wertigkeit von Holzmöbeln über einen langen Zeitraum hinweg erhalten. Wer sich für Holzmöbel im Außenbereich entscheidet, sollte jedoch unbedingt einige Dinge beachten, damit die Freude am Naturprodukt Holz so lange wie möglich erhalten bleibt, denn Holz ist ein lebendiger Stoff, der verschiedenen Alterungsprozessen unterworfen ist und besonderer Pflege bedarf:

  • Alle Nadelhölzer benötigen Extraschutz für den Außenbereich, z.B. die sogenannte Kesselschutzimprägnierung. Bei dieser werden Salze in das Holz hineingepresst, um es so widerstandsfähiger werden zu lassen gegen Pilze oder Schädlingsbefall. So umgeht man die Verwendung von Holzschutzmitteln.
  • Holz braucht besondere Pflege, das Bangkirai Holz beispielsweise kann blauschwarze Verfärbungen entwickeln, wenn man es mit Eisen in Kontakt bringt. Es ist also ratsam, bei dieser Holzsorte Edelstahlschrauben zu nehmen. Verzinkte Schrauben könnten ebenfalls unschöne Oxydation oder Rostflecken mit sich bringen, man sollte sie also lieber nicht verwenden.
  • Holz „vergraut“ im Laufe der Zeit. Dies ist kein Zeichen von mangelnder Qualität, sondern ein normaler Alterungsprozess, dem mit einer Lasur entgegengewirkt werden kann.
  • Je nach Wärme- oder Kältegrad dehnt sich Holz aus oder zieht sich zusammen. Auch dies ist ein natürlicher Prozess, der keine Rückschlüsse auf die Qualität des Holzes erlaubt. Maßangaben sollten deshalb bei Holz immer auf diese Faktoren hin genommen werden.
  • Maserungen und dunkle Stellen auf der Holzoberfläche sind kein Schaden, sondern auf die Beschaffenheit des Holzes zurückzuführen.
  • Auch Schimmelflecken bedeuten nicht, dass das Holz schadhaft geworden ist. Sie können einfach mit Haushaltsreiniger oder einem Bürstchen entfernt werden und sind rein oberflächlich.
  • Holz kann quellen, so zum Beispiel bei lang anhaltender Feuchtigkeit, die auf Terrassendielen trifft. Diese sollten also immer so verlegt werden, dass sie sich in diesem Fall nicht gegeneinander stemmen, sonder Platz zur Ausdehnung finden. Ein fachmännischer Anstrich kann dem entgegenwirken.

Auch für Terrassenbeläge oder Zäune eignen sich Holzprodukte hervorragend. Für Terrassendielen werden manchmal auch Holz-/Kunstoff-Gemische verwendet. Besonders gute Qualität bietet auch bei Terrassendielen wieder das Bangkirai Holz. Die Pflege ist bei einer Holzterrasse recht unkompliziert: grobe Verschmutzungen können mit warmem Wasser und einer Wurzelbürste entfernt werden. Terrassendielen brauchen meist Pflege-Lasuren, um dem sogenannten „Sonnenbrand“ , also einer unschönen gräulichen Verfärbung, die durch Sonneneinstrahlung hervorgerufen wird, vorzubeugen. Eine Lasur erhält auch die ursprüngliche Farbe und die Feuchtigkeit des Holzes. Verschiedene Hölzer brauchen allerdings individuelle Pflege, die jeweils mit dem Fachmann abgesprochen sein will. Holz verschönert den Garten nicht nur als Möbelstück oder Terrassendiele, sondern auch Holzzäune und Holzwege sind sehr beliebt.