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Bangkirai-Terrasse

Sonntag, 14. Juni 2009
Bangkirai Holz

Bangkirai Holz

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Holzterrassen im Garten. Sie schaffen ein behagliches und wohnliches Ambiente. Während früher eher Fliesen oder Naturstein als Baumaterial verwendet wurden, geht der Trend heute eindeutig zum Naturmaterial Holz, das viele Vorteile mit sich bringt.
Holzterrassen sind unempfindlich gegen äußere Einflüsse, wenn sie richtig behandelt und gepflegt werden. Holz ist witterungsbeständig, selbst Regen und Frost können den Holzplanken nichts anhaben. Es heizt sich in der Sonne nicht so schnell auf und kühlt im Winter nicht so schnell aus. Wer gern barfuss läuft, weiß diesen Vorteil zu schätzen. Holzterrassen haben zudem eine lange Lebensdauer, oftmals zwischen 20 und 30 Jahren, und sie behalten ihren natürlichen und rustikalen Charakter bei minimalem Pflegeaufwand.
Für den Terrassenbau eignen sich am besten Harthölzer. Dabei finden zunehmend Edelhölzer aus den Tropen wegen ihrer hervorragenden Eigenschaften Verwendung. Sehr beliebt ist das aus Ostasien (Philippinen, Thailand, Indien, Indonesien und Malaysia) stammende Bangkirai-Holz. In den Ursprungsländern ist Bangkirai, auch Yellow Balau genannt, ein bis zu 50 m hoch wachsender Laubbaum mit rötlich-brauner Färbung, dessen Holz sehr edel aussieht. Bangkirai überzeugt aber vor allem durch seine Festigkeit und Härte sowie die hohe Widerstandsfähigkeit gegen Pilze und Insekten. Das Hartholz ist ca. 50% härter als Eiche, extrem witterungsbeständig und verzieht sich nicht. Zudem ist es nahezu astfrei, da Bangkirai-Bäume über große Längen keine Äste tragen. Wegen seiner hervorragenden Eigenschaften wird Bangkirai auch im Schiffs- und Brückenbau eingesetzt.
Bangkirai-Holz lässt sich gut verarbeiten und ist ohne Imprägnierung haltbar. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass das Holz ausreichend getrocknet ist, damit es nicht zu Verdrehungen und Rissbildungen kommt. Bangkirai-Bohlen werden glatt und geriffelt im Handel angeboten. Dabei kann man zwischen Bangkirai-Terrassenfliesen und Bangkirai-Terrassenbohlen wählen.
Das Holz wird auch als Unterkonstruktion für die Terrasse genutzt, da es extrem hart und witterungsbeständig ist. Für die Verschraubung dürfen nur Edelstahlschrauben verwendet werden, da Eisen eine blauschwarze Verfärbung des Holzes verursachen kann. Um Verfärbungen zu vermeiden, sollte man auch keine Gartenmöbel aus Eisen auf eine Bangkirai-Terrasse stellen.
Bangkirai wird wie jede andere Holzart unter dem Einfluss der UV-Strahlen der Sonne heller und bekommt einen leichten grauen Schimmer. Gegen den Grauschimmer trägt man einmal jährlich im Frühjahr Hartholz-Öl auf.
Bangkirai ist unempfindlich gegen Nässe, deshalb eignet es sich auch für die Verlegung direkt am Gartenteich oder am Swimmingpool. Selbst nach mehreren Jahren Nutzung wird es nicht spröde und splittert nicht, ideal zum Barfusslaufen rund um den Pool, da es zudem rutschfest ist und schnell trocknet.
Zur Dekoration der Bangkirai-Terrasse eignen sich frühlings- und sommerblühende Kübelpflanzen und Ziersträucher sowie eine gemütliche Sitzecke. Am besten passen Rattan oder die modernen in Geflecht-Optik hergestellten Gartenmöbel zu einer Holzterrasse. Als Sichtschutz kann man um die Bangkirai-Terrasse immergrüne oder blühende Stauden anpflanzen. Wer eine Überdachung und ein schattiges Plätzchen mag, kann sich über der Holzterrasse eine Pergola anbringen, die mit rankendem Efeu oder Clematis bepflanzt werden kann. Clematis gibt es in unzähligen Sorten. Für die Terrasse eignen sich die zart nach Vanille oder Jasmin duftenden Clematis-Sorten. Die Bangkirai-Terrasse ist die perfekte Oase für einen geruhsamen Aufenthalt im eigenen Garten.