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Echte Bäume im Mini-Format: Gartenbonsais!

Montag, 21. September 2009

kategorie_bonsai_blauer_teppichwacholder[1]Das Wort „Bonsai“ kommt aus dem Japanischen („bon“ = Schale / „sai“ = Baum) und heißt „Baum in Schale/Topf“. Neben der Größe unterscheidet ihn das „künstlerische Element“ von einem normalen Baum. Diese traditionelle Kunst kann bis ins Japan des 12. Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Diese auch bei uns sehr beliebte Pflanze gibt es als Zimmer- und Gartenbonsai. Die Outdoor-Variante ist meistens „winterhart“ – steht in einem Kübel oder wird direkt in die Erde gepflanzt und macht aus jedem Garten etwas ganz besonderes. Das interessante an dieser Miniatur-Kunst ist, dass sie aus „normalen“ Pflanzen entstehen, die in der Natur durchaus einige Meter hoch werden können. Nur durch den Eingriff des Menschen selbst kann dieses wahre Miniatur-Wunderwerk heranwachsen. Denn: bis aus einem kleinen Baum ein echter Bonsai werden kann, ist viel Aufwand & Pflege notwendig – oft über mehrere Jahre hinweg. Dabei werden in der Regel die Wurzeln stark zurückgeschnitten (nur ein Drittel davon bleibt stehen). Je nach Art werden sie dann eine flache Schale – einen Kübel oder in den (Garten)Boden eingesetzt. Danach folgt ein jährlicher Rückschnitt von Trieben und Wurzeln. So behandelt, entsteht ein echter Bonsai. Das Schöne ist, dass sich jeder Gärtner und Liebhaber dieser Art seinen eigenen Gartenbonsai mitgestalten kann. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: z.B. können beim Wuchs eigene Ideen verwirklicht werden. Wichtig dabei: die Kunst liegt darin, den Bonsai möglichst natürlich wirken zu lassen. So entsteht jedes Mal ein eigenes Unikat.

Genauso wie in der Natur, nur kleiner: Gartenbonsais!

Im Gegensatz zum Zimmerbonsai ist die Gartenvariante etwas größer. Diese können z.B. als Jungpflanze gekauft werden und als absolutes Highlight in den eigenen Garten Einzug halten. Einige Gartenbonsais werden direkt aus Japan importiert und haben dort ihre typische (Grund)Form und ihren meisterhaften Schnitt erhalten. Damit erhält jeder einzelne Gartenbonsai seine ganz spezielle Ausdruckskraft und geht danach direkt auf die Reise zu uns nach Deutschland. Hier finden sich mittlerweile Tausende Fans und Liebhaber, die ihre Gärten mit diesen außergewöhnlichen Mini-Bäumen verschöner und aufwerten. Denn: mit etwas Zeit & Pflege machen es die Gartenbonsais möglich, selbst auf kleineren Flächen wunderschöne und absolut natürliche Landschaftsgärten entstehen zu lassen – eben nur im Kleinformat! Der Bonsai kann im Frühjahr und/oder Herbst seinen Formschnitt erhalten – gedüngt werden sollte mit einem Spezialdünger – vor allem dann, wenn der Bonsai frisches Blattwerk oder auch Blüten bildet. In der Regel trotzen die Gartenbonsais selbst Wind, Wetter & Frost. Vorsicht ist allerdings angesagt, wenn die Pflanze in einem Kübel steht (Boden/Erde kann ganz gefrieren). Am besten sollte dieser z.B. mit Rindenmulch geschützt werden – zusätzlich kann der Kübel noch mit einer Plane o.ä. abgedeckt werden. So überstehen die Gartenbonsais den Winter in der Regel ohne Schäden und erfreuen ihre Besitzer im Frühling wieder mit einem herrlich grünen Blätter- oder auch bunten Blütenkleid! Übrigens: bei jedem einzelnen Gartenbonsai handelt es sich sozusagen um ein lebendes Kunstwerk – das mit fortschreitendem Alter immer wertvoller wird.

Die fernöstliche Kultur direkt vor der Haustür: Gartenbonsais!

Der Gartenbonsai lässt sich sehr schön alleine oder als Gruppe platzieren – so können natürliche Akzente gesetzt werden, die als Blickfang unverwechselbar sind. Gleichzeitig verleiht er dem gesamten Garten ein ostasiatisches Flair. Und im Gegensatz zu den Zimmergenossen, sind die Garten-Mini-Bäume um einiges robuster. Es gibt Arten, die das gesamte Jahr hindurch „immergrün“ sind und die so genannten „sommergrünen“ Arten, die ihr Grün im Frühling und Sommer tragen und im Herbst ihre Blätter verlieren. Sehr beliebt unter den Gartenbonsais sind: die Kiefer, der Ahorn und auch die Ulme. Ebenfalls oft zu sehen sind die Fichte, Buche und der Wacholder – z.B. in den (Vor)Gärten und auf den Terrassen. Der Gartenbonsai kann – genauso wie die Zimmerminis – mit der Drahtung von bestimmten Ästen in die gewünschte Wuchsform gebracht werden. Denn selbst wer sich für einen bereits „geformten“ Gartenbonsai entscheidet, muss diesen regelmäßig (ein- bis zweimal pro Jahr) „nachschneiden“. Auch was die Standortfrage des zukünftigen Gartenbonsais betrifft, sollte die Antwort schon im Vorfeld entschieden werden. Viele Pflanzen vertragen Sonne sowie Schatten und lassen sich (fast) überall platzieren. Andere Arten allerdings verlangen nach einem sonnigen Platz bzw. brauchen den Schatten und möglichst wenig Sonne zum Überleben. Auch die Bodenbeschaffenheit ist bei der einen oder anderen Art zu beachten. Dann allerdings können die Gartenbonsais ihren ganzen „Zauber“ im Garten entfalten und für staunende Blicke (bzw. von den Nachbarn, oder Besuchern) sorgen und vor allem Ihnen und der gesamten Familie jeden Tag aufs Neue große Freude machen. Viel Spaß dabei!

Gartenbonsai – Highlight Ihres Gartens

Donnerstag, 23. Juli 2009

Nahaufnahme der Nadeln einer Adlerschwingen-Eibe

Nahaufnahme der Nadeln einer Adlerschwingen-Eibe

Bonsai – ein lebendes Kunstwerk

Diese einzigartige Kunst, von Natur her eigentlich gewaltige Bäume zu ganz kleinen Exemplaren zu ziehen, kommt ursprünglich aus China. Verfeinert wurde diese Kunst aber in Japan, von wo aus sie später nach Europa geriet. Das Ziel der Bonsai-Kunst ist es, ein Bäumchen zu gestalten, in dem die typischen Merkmale einer entsprechenden ausgewachsenen Art vereint und in einer idealisierten Form dargestellt werden. “Baum im Topf” – das bedeutet das japanische Wort „Bonsai“. Von einer Generation zu der anderen wird dieses lebende Kunstwerk in Japan weitervererbt. Dieses besondere Gehölz lässt bei der Gartengestaltung so wirkungsvolle Akzente setzten, die die Blicke jedes Pflanzenliebhabers garantiert auf sich ziehen werden. Bonsai ist immer eine Bereicherung für jeden Garten und schafft ein besonderes Ambiente.

Wie entsteht ein Bonsai?

Ihre typische Bonsai-Form, so wie wir sie kennen, erreicht eine Pflanze, indem sie jahrelang regelmäßig geschnitten, mit Draht geformt, gezielt getopft und gedüngt wird. Meistens lässt man ein Gehölz in den ersten Jahren unbeeinflusst wachsen. Nach einigen Jahren werden die speziell selektierten jungen Pflanzen in Töpfe umgepflanzt und langsam zu ihrer Form gebracht. Der Neuaustrieb wird jährlich geschnitten, wodurch die Pflanzen ihre unverwechselbaren Formen erhalten. Einen Bonsai selbst zu ziehen, erfordert Geschick, Erfahrung und jahrelange Geduld, weil so ein schönes Bäumchen nicht über Nacht entsteht. Meistens kauft man schon fertige Bonsai, die von Fachleuten in Baumschulen geformt wurden und die von den Hobbygärtnern “nur” stets richtig gepflegt und in Form gehalten werden müssen.
Einige wenige Arten müssen nur wenig oder gar nicht geschnitten werden. Eine dieser Arten ist der kriechende Wacholder, die zu einer schwach wachsenden Sorte gehört. Diese Pflanze wurde an den Astenden mit einer stärker wachsenden Sorte (Gerüst) veredelt. Der kriechende Wacholder, auch „Green Carpet“ genannt, wächst bereits von Natur aus sehr dicht und flach, so dass im Laufe der Zeit nur einzelne ganze Äste herausgeschnitten werden müssen.
Für Anfänger in der Gartenbonsai-Kunst eignen sich am besten alle Laubbäume, insbesondere die verschiedenen Arten von Ahorn, die einfach in Pflege und Gestaltung sind. Auch einige Nadelbäume, wie zum Beispiel die Japanische und Europäische Lärche, ebenso wie die Eibe, sind eine gute Wahl für die Bonsai-Einsteiger.

Pflege eines Gartenbonsai

Ein Bonsai sollte alle 2 bis 4 Jahre im Frühling umgetopft werden. Die Wurzeln werden dabei zurückgeschnitten und der Baum wird zurück in einen Topf mit dem passenden Substrat gesetzt. Das Substrat sollte möglichst strukturstabil, also atmungsaktiv und wasserdurchlässig sein. Verdichtete Erde kann dem Bonsai schaden. Das passende Substrat können Sie im Fachhandel finden. Das Gefäß sollte, genau wie auch bei anderen Pflanzen unbedingt Abzugslöcher besitzen, damit das überschüssige Gießwasser abfließen kann. Je nach Jahreszeit und Wetterlage sollte der Bonsai alle 2 Tage oder ein Mal die Woche – auf jeden Fall dann, wenn die Oberfläche des Substrates trocken geworden ist – gegossen werden. Gewässert wird so ausgiebig, dass überschüssiges Wasser aus dem Topf herausfließt. Beim Düngen am besten stickstoffarmen Spezialdünger für Bonsai verwenden, um den zu starken Wuchs der Pflanze zu verhindern. Der Dünger sollte außerdem organisch sein, damit es nicht zum Verbrennen der Wurzeln kommt.